HAMBACH! DAS KOMITEE

Das Hambacher Fest war 1832 nicht nur eines der zentralen Ereignisse des Landes auf dem Weg zum Parlamentarismus, sondern mit 20.000 – 30.000 Besuchern aus Deutschland, Polen, Frankreich und Großbritannien die bis dahin größte politische Veranstaltung in Deutschland. Festteilnehmerinnen und Festteilnehmer kamen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Die Veranstaltenden konnten bei der Organisation auf eine beeindruckend breite Unterstützung durch die Neustadter Bevölkerung sowie unterschiedlichste Gruppen der Region zählen – von der akademischen Jugend über weite Kreise des Kleinbürgertums bis hin zu den lokalen Winzern.

In Anlehnung an die Vielfalt der Unterstützenden von 1832 versammelt HAMBACH! heute alle Menschen, die einen Beitrag zur Umsetzung des Projekts leisten, in einem Komitee – der Eintritt steht dabei allen offen. Komitee-Mitglieder nehmen an künstlerischen Programmpunkten aktiv teil, gestalten das Festivalgelände handwerklich mit, sind Gastgeberinnen und Gastgeber für Künstlerinnen und Künstler, internationale Gäste und Jugendliche, sind City Guides, Übersetzerinnen und Übersetzer oder einfach engagierte Botschafterinnen und Botschafter!

Das Komitee wurde im Rahmen der Pressekonferenz Ende Mai im Ratssaal in Neustadt an der Weinstraße von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Bürgerschaft, feierlich gegründet.

Demokratie ist zäh und anstrengend. Gerade Europa ist durch seine Vielfalt besonders herausfordernd. Es braucht Mut und Stärke, Unterschiede zu benennen und dennoch gemeinsame Ziele zu erreichen.

Giorgina Kazungu-Haß, Landtagsabgeordnete Rheinland-Pfalz

Europa ist wie die Demokratie auch kein Zuschauer-Sport, man muss sich beteiligen wenn man etwas verändern will.

Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Ich wünsche mir ein Europa, in dem wieder mehr Menschen den Wert und die Kraft der Demokratie erkennen und aktiv für sie eintreten. Die Demokratie bietet jedem Einzelnen die Chance, mitzuentscheiden und die Zukunft mitzugestalten. Nutzen wir Sie!

Dr. Friederike Reutter, Leitung Kunst und Kultur BASF SE

BEITRETEN

Nach Absenden des Formulars werden wir mit persönlich mit dir/Ihnen Kontakt aufnehmen. 

Bei Fragen zum Komitee: matchbox@m-r-n.com oder 0621 12987-90.

Beitrittsformular


Gründungsmitglieder: Was ist Ihre Vision von Demokratie in Europa?
Fynn Bastein

Engagierte Jugend Neustadt e.V.

"In einem Europa der Zukunft sollte es nicht nur Politikern möglich sein, Einfluss zu nehmen, sondern allen Menschen dieses Kontinents, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Weltanschauung, ihren körperlichen Merkmalen oder ihrem Geschlecht. Dies ist ein Prozess, der bei einer Reform des Systems der Gesetzgebung in der EU anfangen sollte, aber auch darüber hinausgehen sollte, um allen Bürgern die Chance auf Mitbestimmung zu geben."

Olaf Bergmann

Projekt [51] e.V.

"Transparenz & Austausch!
Immer mehr Menschen wollen über Fragen, die in ihrem direkten Umfeld auftauchen, mit entscheiden. Was fehlt an Öffnung für adäquate Mitsprache? Mitsprache muss in unserer täglichen demokratischen Beteiligung selbstverständlich werden für alle. Demokratische Prozesse sind anstrengende und komplexe Verfahren, in Netzwerken. Wie kann ich lernen, das auszuhalten, um immer wieder Lösungsansätze beisteuern zu können?"

Dr. Christine Brockmann

Geschäftsführerin Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

"Für mich ist Demokratie mehr als ein politisches System. Es ist eine Wertegemeinschaft, über die wir uns im gesellschaftlichen Diskurs immer wieder neu verständigen müssen. Doch sind wir einmal ehrlich, wann nehmen wir uns im Alltag hierfür die Zeit? Demokratie ist für uns so selbstverständlich geworden, dass wir oft meinen, gar nicht mehr darüber reden zu müssen oder die Beantwortung schwieriger Fragen am liebsten den Politikern überlassen. Hambach war 1832 auch ein Fest der Worte und der Auseinandersetzung über den richtigen Weg – das sollten wir nicht vergessen."

Stefan Dallinger

Vorsitzender Verband Region Rhein-Neckar, Landrat Rhein-Neckar-Kreis

„Demokratie in Europa ist eine zukunftsweisende Idee von Frieden und Freiheit. Sie soll keine lästige Pflicht sein, sondern als freudige Hoffnung erkannt werden. In den Demokratieprozess sollen sich möglichst viele Menschen einbringen, um Europa zu einen und dadurch die Welt zu einem guten und gerechten Ort zu machen.“

Inge Degen

Ministerialdirektorin (Staatskanzlei) und Vorstandsmitglied Stiftung Hambacher Schloss

"Ein starkes Zusammenleben in Frieden, Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz. In gegenseitigem Respekt für die Vielfalt der Menschen in Europa und der Welt und eine Politik, die nahe an der Lebenswirklichkeit der Menschen ausgerichtet ist."

Eberhard Dittus

Vorsitzender Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt

"Offene Grenzen! Damit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zusammenleben können."

Lutz Frisch

Autor

„Mit Zivilcourage und Engagement ermöglichten viele Bürger das Hambacher Fest 1832. Sie forderten u. a. Pressefreiheit, bürgerliche Freiheiten und das Zusammenwachsen der deutschen Länder zu einer Nation in einem 'conföderierten republikanischen Europa‘ (Wirth). Bleibt zu hoffen, dass im 21. Jahrhundert Menschen mit vergleichbarer Einstellung für ganz Europa diese Ziele erreichen werden.“

Monika Heilmann-Stefano

Goethe-Institut Mannheim

"Vereint in Vielfalt. Gelebte Demokratie ist für mich aus Europa nicht mehr wegzudenken. Sie ist der Motor, der in einem vereinten Europa Kräften entgegenwirken kann, deren Ziel ein Auseinanderdriften des  einzigartigen Nebeneinanders verschiedener und dennoch vereinter Nationen ist. In meiner Zukunftsvision geht es daher um die kontinuierliche Ausgestaltung des “Wie” dieser gelebten Demokratie in Europa, in der allen Bürgern Zugangsmöglichkeiten zu politischen Diskussionen offen stehen und ihnen eine aktive Teilhabe am politischen Tagesgeschehen gewährleistet ist."

Hans-Ulrich Ihlenfeld

Stellvertretender Vorstand Stiftung Hambacher Schloss und Landrat, Landkreis Bad Dürkheim

"Ein modernes Europa ist nur als Bündnis demokratischer Staaten denkbar. Die Werte der Demokratie sind heute mehr als in früheren Jahrzehnten in Gefahr. Der „Geist von Hambach“ – das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit, für Freiheit, Freizügigkeit und Gleichheit der Menschen und eine Konföderation der Staaten – ist nach wie vor unser Leitbild für Europa!"

Giorgina Kazungu-Haß

Landtagsabgeordnete Rheinland-Pfalz

"Demokratie ist zäh und anstrengend. Gerade Europa ist durch seine Vielfalt besonders herausfordernd. Es braucht Mut und Stärke, Unterschiede zu benennen und dennoch gemeinsame Ziele zu erreichen."

Kirsten Korte

Geschäftsführerin Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.

„Für mich lebt die Demokratie nicht nur in Europa von der Partizipation seiner Bürgerinnen und Bürger. Wir müssen es in die Hand nehmen. Wir leben in einem Europa mit verschiedenen Kulturen. Niemand sollte wegen seiner Herkunft, seines Geschlechtes, Alters, Behinderung oder auch Meinung ausgeschlossen werden. Vielmehr sollten wir uns mit Andersdenkenden auseinandersetzen, miteinander respektieren, reden und diskutieren. Mitmenschen respektieren. Auch um den Frieden in Europa nicht zu gefährden.“

Bernhard Kukatzki

Direktor Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

"Europa ist wie die Demokratie auch kein Zuschauer-Sport, man muss sich beteiligen wenn man etwas verändern will."

Dr. Peter Kurz

Sprecher AG Kulturvision der Metropolregion Rhein-Neckar und Oberbürgermeister Stadt Mannheim

"Meine Vision von Europa ist ein Europa, das weniger bestimmt ist von den nationalen Regierungen, sondern vom Parlament und einer stärkeren europäischen Öffentlichkeit."

Michael Carl-Christian Laß

Juniorbotschafter Deutsch-Französisches Jugendwerk

"Wir Europäer brauchen eine starke und lebendige Demokratie, damit wir auch zukünftig in Prosperität und Diversität leben können. Meine ganz persönliche Vision sind Europawahlen, mit einer solchen Bedeutsamkeit, dass diese für uns alle den allgemeinen politischen Höhepunkt darstellen und von der breiten Bevölkerung mit großem Interesse verfolgt werden. Nur durch ein starkes Parlament kann ein demokratischer Prozess wirklich gelebt werden."

David Linse

Fachbereichsleiter Vielfalt, Internationales und Protokoll, Stadt Mannheim

„Die gegenwärtige Krise der Europäischen Union ist vor allem eine Legitimationskrise. Soll die Union in dieser Phase wieder an politischer Legitimität gewinnen, gilt es, den Parlamentarismus in Europa zu stärken. Zugleich sind es die Städte und Gemeinden, die – als bürgernächste Ebene – die Bedeutung und die Vorteile des europäischen Integrationsprozesses am besten vermitteln und so einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Legitimation der Europäischen Union leisten können.“

Jessica Meiser

Assistenz Workshops "Why do you vote?"

"Europa bedeutet für mich Vielfalt und Freiheit. Dieser Vielfalt und dieser Freiheit muss auch die Demokratie Rechnung tragen. Bildung schafft die Grundlage dafür, dass alle Menschen ihre Möglichkeiten kennen und Entscheidungen treffen können, die ihr Leben verbessern. Die ästhetische Bildung sticht für mich besonders heraus, denn Kunst spricht ihre eigene Sprache, wird über Ländergrenzen hinweg verstanden und ist so vielfältig wie unser europäisches Bewusstsein."

Manfred E. Plathe

Bildender Künstler, Neustadt

"Friedliches Miteinander und Austausch über ALLE Ländergrenzen hinweg! Meinungsfreiheit in WORT/BILD/TON ohne Zensur! Freiheit für die Kunst!"

Paul Platz

Kulturbüro Rhein-Pfalz-Kreis

„Alle EU-Mitgliedsstaaten müssen die Prinzipien der Demokratie wie Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Verantwortlichkeit der Regierung, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unabhängigkeit der Gerichte, Mehrparteienprinzip und Chancengleichheit aller politischen Parteien leben. Die EU muss als politische Einheit in der Welt erkennbar sein.“

Dr. Friederike Reutter

Leitung Kunst und Kultur BASF SE

"Ich wünsche mir ein Europa, in dem wieder mehr Menschen den Wert und die Kraft der Demokratie erkennen und aktiv für sie eintreten. Die Demokratie bietet jedem Einzelnen die Chance, mitzuentscheiden und die Zukunft mitzugestalten. Nutzen wir sie!"

Brigitte Rottberg

Event Safety and Security Managing / Projekt- und Eventmanagement

"Meine Demokratie-Vision für Europa - diese '4F': Frisch: Jugend und Kultur europaweit vernetzen und durch ausreichend Projektmittel fördern und festigen. Frech: Zentralismus und Bürokratie abbauen in Brüssel. Fröhlich: Demokratie in Europa nicht als Last empfinden, sondern mit Lust leben. Frei: grenzenloser Raum sein für Menschen, für Güter und Ideen, für Kunst und Kultur, für freie Wahlen und freie Presse."

Petra Schanze

Jugendamt Stadt Neustadt an der Weinstraße, Projektleitung „Jugend stärken im Quartier“

"Demokratie ist nicht absolut und sicher, sondern ein Prozess, der Unsicherheiten birgt. Diese gilt es auszuhalten und um Lösungen zu ringen. Die Jugendlichen erkennen, dass hierin eine Chance liegt, selbst mit zu gestalten. Durch verstehbare Sprache und einfache Beispiele wird ihnen Lust gemacht, sich an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen. Demokratische Aktionen können vom Kleinen (Peergroup, Verein, Kommune, Deutschland) übertragen werden auf größere Zusammenhänge (Europa). Diesen Transfer zu erkennen, sollten wir beitragen mit Aktionen, die sich an der Lebenswelt der Jugendlichen orientieren und im Dialog erreicht werden können."

Dr. Simone Schelberg

Landessenderdirektorin SWR Rheinland-Pfalz:

„Demokratie in Europa bedeutet für mich idealerweise ein tolerantes Miteinander geprägt von einer großen Meinungsvielfalt, die in allen Ländern gefördert und geschützt wird. Und das begleitet von einem unabhängigen Rundfunk, der kritisch, frei und ausgewogen berichten kann und der damit den Grundstein legt für eine demokratische Gesellschaft.“

Prof. Dr. Carsten Schröer

Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim

„Wir freuen uns mit unserem Beitrag Teil dieses Projekts zu sein. Hambach hat die deutsche Geschichte und unser heutiges Demokratieverständnis entscheidend geprägt. Auch die Wissenschaft profitiert von dem Gut der freien Meinung.“

Peter Simon

Mitglied des Europäischen Parlaments

„Meine Vision von Demokratie in Europa ist ein Europa für die Bürgerinnen und Bürger, in dem das Gemeinwohl im Mittelpunkt aller politischen Bemühungen steht. Dieses Europa ist für mich zugleich ein Europa von Bürgerinnen und Bürgern, in dem sie sich engagieren, einmischen und dadurch ‚ihr‘ Europa selbst gestalten.“

Birgit van Bergen

Coaching Erwachsenenmaßnahmen, CJD Neustadt an der Weinstraße

"Eine aufgeklärte und gebildete Jugend, der die Werte der Demokratie wieder bewusst sind, um für sie einstehen zu können. Auf dieser Basis soll die Jugend die Demokratie gestalten und weiter entwickeln. Mein Wunsch ist ein bürgernahes und soziales Europa, in dem jeder Mensch sein Leben in Freiheit und Schutz leben kann."

Prof. Dr. Konrad Wolf

Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz und Vorstandsvorsitzender Stiftung Hambacher Schloss

"Das Hambacher Schloss ist die Wiege der Demokratie und der Europäischen Einigung; die Werte einer freien, gleichen Gesellschaft sind europäische Werte. Ich will, dass wir als Europäerinnen und Europäer gemeinsam für diese Werte einstehen – die Kultur bildet dafür einen wichtigen Rahmen."

Folker R. Zöller

Honorarkonsul von Frankreich im Consulat Honoraire de France à Mannheim

"'Die Antwort ist nicht die autoritäre Demokratie, sondern die Autorität der Demokratie.' Das ist wohl der entscheidendste Satz aus der Rede von Staatspräsident Emmanuel Macron vor dem europäischen Parlament am 17.04.18 in Straßburg. Demokratie lebt von dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Organisationen, davon, dass sie sich in politischen Prozessen beteiligen und selbst aktiv auf die Gesellschaft einwirken."